Altbau-Renovierung kann zum Ruin führen

Den  meisten Planungspolitikern im Stadtrat kann man keine unüberlegte und euphorische Ausweisung von neuen Baugebieten nachsagen. Das Gegenteil sei der Fall, kritisiert UAD-Ratsherr und Mitglied im Planungsausschuss , Peter Stemmler: „An einigen möglichen Baugebieten „doktert“ der Planungsausschuss übermäßig lange herum- bisher ohne konkrete Entscheidungen. In Langenwisch wurde jetzt der erste kleine Schritt getan. In Bungerhof gibt es zwar keine sachlichen Gründe, am Hermann-Allmers-Weg einen B-plan nicht aufzustellen, dort aber wohnen eine Handvoll Leute, die  unsolidarisch gegen jedweden Plan wettern. Und einige Politiker lassen sich von ihnen mit einem Nasenring durch die Arena scheuchen……

Die Aufforderung von einigen Ökos, nicht nur Neubaugebiete auszuweisen, sondern potentiellen Käufern auch Alt-Immobilien schmackhaft zu machen, ist nur selten sinnvoll. In der Regel aber ufern die Sanieruns- und Renovierungskosten derart aus, dass sie die Kosten für einen Neubau überschreiten. Ja sogar verdoppeln können.

Fachleute kennen die Gründe: Das Dach des „Schnäppchen-Hauses“ muss isoliert werden – das kann schon mal leicht 30. bis 50.000 Euro kosten. Die Versorgungsleitungen für Gas und Wasser sind in der Regel total veraltet und zum Teil sind eiserne Wasserrohre von innen „zugewachsen“. Die vor Jahrzehngen installierten elektrischen Leitungen halten den heutigen Anforderungen nicht mehr stand (zu geringer  Querschnitt der Leitungen) und müssen herausgerissen werden. Die Heizung ist veraltet.  Das Mauerwerk ist nur durch eine Hohlschicht „isoliert“,  und der Holzfußboden hat seine Dienste längst aufgegeben und muss saniert werden. Die Fenster entsprechen nicht den modernen Isolieransprüchen (teilweise noch Holzfenster) und müssen ausgetauscht werden.

Ratsherr Peter Stemmler (UAD): „Wer sich für den Kauf eines alten Hauses entscheidet, sollte sich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen, sonst landet er schnell in einem tiefen Schuldenloch.“

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