Müll sammeln – einige Kinder ekeln sich auch!

Die Müll-Sammelaktion von Kindern und Schülern findet bei den Unabhängigen Delmenhorstern (UAD)  geteilte Zustimmung. Zum Auftakt der Aktion in Delmenhorst gab Oberbürgermeister Axel Jahnz den „Startschuss“ und schon schwirrten 300 Helfer aus Kindergärten und Kitas aus. Auf den ersten Blik eine gute Sache – Kritiker in der UAD sehen aber auch Nachteile. Was sollen die Kinder lernen? Welche Signale sollen ausgehen?

So ganz ungefährlich scheint die Aktion nämlich auch gar nicht zu sein. Eine Lehrerin, die als Betreuerin mit ihren Kleinen auf Mülltour war, weiß aus Erfahrungen, dass die Mädchen und Jungen auch schon mal weggeworfene Kondome fänden. „Eine gebrauchte Spritze aber war bislang glücklicherweise nicht dabei“.

Die Mutter einer Tochter indes hat über die Schullleitung erwirkt, dass ihr Kind nicht an der Sammelaktion teilnehmen darf. „Ich möchte nicht, dass mein Kind in dem Dreck anderer Leute wühlt, weil diese zu faul oder zu unerzogen sind, ihren Müll selbst zu entsorgen.“

Einen „dicken Hals“ kriegt man, wenn man die Müllberge im Wollepark sieht (dort sammeln keine Kinder). Da positionieren sich einige „Gutmenschen“ vor dem Zeitungsreporter und bemängeln in gebückter Haltung, dass dort Müll von einigen Bewohnern über den Balkon entsorgt wird. Und entrüsten sich!

Eigentlich gibt es für den Wollepark nur eine Lösung: Ein städtisches Räumfahrzeug entsorgt den Dreck und schickt die Rechnung an den Vermieter. Und wenn wenn der Vermieter dann tatsächlich einmal die Verursacher ermitteln kann, dann wird die Rechnung eben weitergereicht mit der Androhung  eines Ordnungsgeldes.

Glücklicherweise reden wir hier nur über wenige, die sich so benehmen. Und die muss man zur Verantwortung ziehen. Wie auch immer.

Schreibe einen Kommentar